Türchen 7: Was ist eigentlich Datenschutz?

  • Blogeintrag auf Zentaur: Was ist Datenschutz

    Wie ist die Gesetzeslage in Deutschland?

    In Deutschland gilt der "Grundsatz der informationellen Selbstbestimmung": Jeder hat das Recht, selbst darüber zu bestimmen, wem er seine persönlichen Daten preisgibt und wie diese verwendet werden. Außerdem hat jeder das Recht, zu erfahren, wie seine persönlichen Daten verwendet werden und dies zu kontrollieren.

    Was sind persönliche Daten?

    Personenbezogene Daten sind Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person ("Betroffener"). Hierzu gehören: Name, Adresse, Geburtstag, Handynummer, E-Mail-Adresse, Lebenslauf, Passfoto, IP-Adressen, Fingerabdruck.

    Welche Ausnahmen gibt es?

    Das Bundesdatenschutzgesetz gilt nur für den Schutz persönlicher Daten von natürlichen Personen. Firmendaten wie Firmenname, Firmenadresse, Eintrag im Handelsregister oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer sind nicht durch das Bundesdatenschutzgesetz geschützt.

    Werden Daten nur für persönliche oder familiäre Tätigkeiten erhoben, genutzt oder verarbeitet, greift der Datenschutz ebenfalls nicht.

    Was ist der Unterschied zwischen Datenschutz und Datensicherheit?

    Datenschutz bezeichnet den Schutz des Einzelnen vor dem Missbrauch personenbezogener Daten und garantiert das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Der Datenschutz ist Teil des Persönlichkeitsrechts.

    Datensicherheit beschreibt den Schutz von Daten, die ein Unternehmen vor unbefugtem Zugriff und damit vor Beeinträchtigungen und Manipulation schützen möchte.

    Datensicherheit ist eine Voraussetzung für den Datenschutz.

    Wann gilt der Datenschutz?

    Der Datenschutz gilt dann, wenn die Verarbeitung oder Nutzung der Daten mit Computern oder in systematisch auswertbarer Form erfolgt. Dazu gehören zum Beispiel Hängeregistraturen und Rollkarteien (Adresskarteien).

    Wann ist eine Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten zulässig?

    Es gilt das sogenannte Verbotsprinzip, das heißt, personenbezogene Daten dürfen ohne Einwilligung des Betroffenen nur dann verarbeitet werden, wenn Gesetz (oder eine andere Rechtsvorschrift) dies erlaubt oder anordnet.

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