Türchen 17: Aufbau eines CVs für Freelancer

  • Das Profil oder auch CV (Curriculum Vitae - Lebenslauf) ist das wichtigste Dokument für die Präsentation der eigenen Fähigkeiten, Kenntnisse und Leistungen.

    Im Folgenden finden Sie einen Vorschlag, wie Sie ein Profil aufbauen können, um für einen potenziellen Auftraggeber attraktiv zu sein.

    1. Überschrift
    2. Kontaktdaten
    3. Management Summary
    4. Zertifikate
    5. Referenzen
    6. Projekthistorie
    7. Leistungsportfolio und Qualifikationen
    8. Aus- und Weiterbildung
    9. Ergänzende Informationen

    Versuchen Sie, Ihr Profil auf maximal 4 Seiten zu begrenzen. Wenn Ihnen dies auf Anhieb nicht gelingt, erstellen Sie einen vollständigen Lebenslauf und kürzen ihn dann.


    Die oben genannten Punkte werden hier einzeln näher erläutert.

    1. Überschrift

    Die Überschrift enthält den beruflichen Schwerpunkt in Form einer Leistung in maximal 8 - 10 Wörtern.
    Beispiele:

    • Drupal-Entwicklung für redaktionelle Großprojekte
    • Unternehmensberatung Change-Management im Bereich Automotive
    • Interimsmanagement und Projektleitung im Bereich Banking, Government und Kryptographie

    2. Kontaktdaten

    Hierher gehören der vollständige Name mit Anrede, Anschrift, Nationalität, Telefon- und Handynummer, E-Mail-Adresse, Website, der höchste Bildungsabschluss, Zertifikate in Kurzform, Sprachen inkl. Kenntnisstufe und ein Foto.

    3. Management Summary

    Dies ist der Platz für individuelle Angaben zum Kern Ihres beruflichen Profils in drei bis fünf Zeilen. Beschreiben Sie hier kurz und knapp, was Sie von Anderen mit den gleichen oder ähnlichen Qualifikationen abhebt, zum Beispiel eine besondere Kombination von Fähigkeiten oder tiefe Spezialkenntnisse in einer Branche. Der Zweck ist, den Leser für Sie einzunehmen, indem Sie als Ergänzung zu den eher trockenen fachlichen Informationen eine persönliche Note in das Profil hineinbringen. Zeigen Sie dem potenziellen Kunden auf, warum genau Sie der/die Richtige für den Auftrag sind, indem Sie Ihren Mehrwert für ihn darstellen.

    4. Zertifikate

    Stellen Sie hier Ihre Zertifizierungen mit Titel, Jahr der Erlangung, Zertifizierungsstelle und Qualifikationsstufe dar. Sortieren Sie eine geringe Anzahl von Zertifizierungen absteigend nach Jahr, eine hohe Anzahl nach Schwerpunkt.

    5. Referenzen

    Verfügen Sie über Referenzen und Empfehlungen von Auftraggebern, listen Sie diese hier auf. Nennen Sie dabei jeweils Anrede, Vorname und Nachname der Person, Firma, Abteilung und Branche. Stellen Sie sicher, dass Sie das Einverständnis für die Verwendung der Kontaktdaten der betreffenden Person vorliegen haben. Es besteht die Gefahr des Missbrauchs durch Andere für Akquisezwecke.

    6. Projekthistorie

    Ordnen Sie die Projekthistorie absteigend nach Datum. Jeder Eintrag sollte mindestens die folgenden Angaben enthalten:

    • Monat/Jahr von-bis
    • Projekt bzw. Position
    • Firma/Unternehmen/Organisation mit Branche
    • Tätigkeit(en)
    • ggf. eingesetzte Tools und Methoden

    Halten Sie die Beschreibungen kurz und präzise und achten Sie auf Schlagwörter.
    Empfehlung für die Tätigkeiten in unterschiedlichen Berufen: Gruppieren Sie die Projekte nach Bereichen, beispielsweise Sales & Marketing, Ingenieurwesen, Coaching und innerhalb dessen nach Datum.

    7. Leistungsportfolio und Qualifikationen

    Beschreiben Sie hier, was Sie genau anbieten. Bilden Sie Themengebiete und listen Sie die jeweils zugehörigen Einzelleisten auf. Unterfüttern Sie Ihr Angebot mit Ihrem technischen und fachlichen Qualifikationsprofil und nennen Sie vorhandene Kenntnisse und Fähigkeiten, sowie Methoden und Tools, falls diese nicht bereits in den Tätigkeitsbeschreibungen innerhalb Ihrer Projekthistorie enthalten sind.

    8. Aus- und Weiterbildung

    Führen Sie Ihre Aus-, Fort- und Weiterbildungen mit Datum (Monat, Jahr), Titel, Bildungsträger und ggf. Abschluss auf. Sortieren Sie die Liste absteigend nach Datum. Beginnen Sie nach der Schule und lassen Sie Ihre Zeugnisse und Noten weg.

    9. Ergänzende Informationen

    Als ergänzende Informationen sind schlicht alle Informationen gemeint, die Sie interessant machen und den Kunden dabei unterstützen, Ihre Eignung zu bewerten. Je nachdem, was bei Ihnen zutrifft, können dies sein:

    • Arbeitsproben
    • Auszeichnungen
    • Patente
    • Vorträge und Trainings
    • Veröffentlichungen
    • Facharbeiten
    • Pressespiegel
    • Ausstellungen
    • Mitgliedschaften
    • Persönliches Engagement

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